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EuroGames aufgelöst - 50.000 € für schwullesbische Projekte

Ein dreiviertel Jahr nach der Abschlussfeier der EuroGames wurde nun Mitte April der EuroGames München e. V. durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst. "Unsere Arbeit ist getan. Der einzige Zweck des Vereins, nämlich die Organisation der EuroGames 2004 in München ist erfüllt. Da ist das der logische und letzte Schlusspunkt.", so Annette Wolff, Schatzmeisterin der EuroGames München.

Zuvor hatte der Vorstand noch mal die Erfolgsstory der Münchner EuroGames vorgetragen. Mit über 5.000 SportlerInnen, über 10.000 BesucherInnen der Eröffnungsfeier in der Olympiahalle und tausenden BesucherInnen und ZuschauerInnen bei den Sportwettkämpfen waren die EuroGames 2004 das größte schwul-lesbische Sportevent Europas nach den Gay Games 1998 in Amsterdam und eine der größten Sportveranstaltung in München überhaupt.

Die Sonne hatte nicht nur während der vier Tage der Veranstaltung über dem Olympiagelände und der Landeshauptstadt geschienen. Sie scheint auch über dem finanziellen Ergebnis der EuroGames. Nicht nur, dass die Bürgschaft der Stadt (50.000 €) nicht in Anspruch genommen werden musste, - der Kämmerer dankt's -, es blieb nach Abzug aller Ausgaben bei einem Gesamtetat von 850.000 € noch ein Überschuss von etwa 50.000 €. Der geht ausschließlich an Einrichtungen der schwul-lesbischen Szene, z. B. alle Sportvereine, die die EuroGames getragen und mitorganisiert haben, die Münchner AIDS-Hilfe, das "Sub" und Letra. 10.000 € wurden der europäischen Dachorganisation EGLSF auf deren Jahrestagung in Barcelona übergeben, um z. B. Vereine und SportlerInnen in Osteuropa zu unterstützen.

Zu verdanken ist der Überschuss nicht zuletzt dem unbezahlten, ehrenamtlichen Einsatz von über 1.000 HelferInnen und einem strikten Kostenmanagement. "Auch wenn der Verein jetzt aufgelöst wurde, wirken die EuroGames doch in der Erinnerung aller, die dabei waren und mitgewirkt haben, in München und weit darüber hinaus, noch lange nach. Wir haben Zeichen gesetzt und etwas Großes geschaffen, auf das alle auch stolz sein dürfen. Trotz der gewaltigen Anstrengungen über 3 Jahre werden viele Lesben und Schwule in München den EuroGames nachtrauern.", schloss Sabine Malecek, die Sport-Chefin der EuroGames.

Ein unschlagbares Team: (v.l.n.r.)

Jürgen Rossbach (Rainbow Village/Logistik), Annette Wolff (Finanzen), Klaus Neumann (Kultur), Sabine Malecek (Sport), Günther Fischlmaier (Teilnehmer/IT), Sophie Ruhlig (Sponsoring), Beppo Brem (Teaming/Networking), es fehlt auf dem Bild Christian Felix (Marketing)