|
Erstmals in ihrer 15-jährigen Geschichte hat die EGLSF
(European Gay and Lesbian Sport Federation) mit Beppo Brem
aus München einen Deutschen zu ihrem Präsidenten
(Male Co-President) gewählt. Beppo Brem, unser Vorsitzender
von Team München und Mitorganisator der Münchner
EuroGames 2004, erhielt auf der Jahresversammlung 84 von 87
Stimmen und ist nun für zwei Jahre im Amt.
Weitere Mitglieder des EGLSF-Vorstandes sind: Conny Schälicke
aus Berlin (Female Co-President), der Niederländer Johan
van de Veen (Schatzmeister), aus Spanien Pepe Vazquez (General
Secretary), Ailsa Spindler (Edinburgh) Ole Udsholt (Kopenhagen)
und Dirk Alex (Berlin).
(siehe auch im Bild, ebenso mit Sabine Malecek aus München,
als Sitzungsleitung der EGLSF Versammlung)
Die EGLSF vertritt als Dachverband etwa 10.000 schwul-lesbische
SportlerInnen in 150 Mitgliedsvereinen in ganz Europa. Als
offiziell anerkannte Non-Profit-Organisation betreibt die
EGLSF auch Lobbyarbeit für Schwule und Lesben im Europäischen
Rat.
Die EGLSF vergibt jeweils jährlich die Ausrichtung der
EuroGames an ihre Mitgliedsvereine. Zuletzt hatte München
die EuroGames ausgerichtet, die mit über 5.000 TeilnehmerInnen
europaweit Zeichen gesetzt hatte. Die EuroGames 2005 finden
Mitte Juni in Utrecht statt. Einer der Höhepunkte der
Versammlung war der Abschlußbericht des Münchner
Organisationsteams und die Übergabe eines Schecks über
stattliche 10.000 Euro an die EGLSF für ein sog. "Outreach-Programm",
mit dem u.a. Vereinsgründungen in strukturschwachen Ländern
und Regionen Europas gefördert werden sollen.
Die nächste Jahresversammlung der EGLSF findet im März
2006 in Budapest statt, auf Einladung von unseres Partnerverein
Atlasz Budapest.
Die Delegierten stimmten mit dem denkbar knappsten Ergebnis
für einen Antrag der schwullesbischen Sportvereine Münchens,
dass die EGLSF sich in Gesprächen für die Zusammenführung
der OutGames und Gay Games zu einem weltweiten Sportereignis
einsetzen soll.
Eine Überraschung gab es bei der Wahl einer Ausrichterstadt
für EuroGames im Jahr 2007: Der einzige Bewerber, das
Belgische Antwerpen, wurde nicht akzeptiert und stattdessen
die Bewerbungsrunde neu eröffnet. In Antwerpen standen
die Sportvereine nicht wirklich hinter der Bewerbung. Eine
Bewerbung ohne Einigkeit, wie sie seinerzeit in München
herrschte, macht aus Sicht der Delegierten keinen Sinn.
Insgesamt war die Versammlung mit über 80 Delegierten,-
von Helsinki bis Sofia -, die größte in der EGLSF-Geschichte,
was sicher nicht nur am attraktiven Tagungsort Barcelona (plus
15 Grad Celsius). Die Gastgeber, Panteres Grogues ("Gelbe
Panther") haben sich jedenfalls mit ihrer Freundlichkeit
und ihrem organisatorischen Talent ein gutes Zeugnis ausgestellt.
|